Staatlich geförderte Pensionsvorsorge

Heute kommt kein Bürger mehr um eine private Altersvorsorge herum. Die Lücken in der staatlichen Rentenabsicherung klaffen unübersehbar. Uns wurde schon Mitte der siebziger Jahre bewusst, dass Altersarmut für viele Bürger eine Realität werden könnte. Die Vertreter des Staates haben daher beschlossen, die private Pensionsvorsorge mit staatlichen Mitteln zu fördern, um Anreize zu schaffen. Bisher konnten sich die Bürger auf ihre gesetzliche Rente verlassen. Nun müssen sie erkennen, dass diese nicht mehr sicher ist. Welche Rentenzahlungen man in zwanzig Jahren zu erwarten hat, ist unklar. Nur eines ist sicher: Das Renteneintrittsalter wird noch weiter herauf gesetzt.

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Die rivate Pensionsversicherung: Allgemeines 

Wenn Sie aufgrund dieser Situation mit einer privaten Pensionsversicherung liebäugeln, stellt diese eine sichere Alternative zu den Er- und Ablebensversicherungen dar. Private Zukunftsvorsorge ist nötig. Ohne eine zusätzliche Pensionsabsicherung wird zukünftig niemand mehr auskommen. Die Frage ist nur, welche Form der Vorsorge man für die Pensions- und Rentenzeit wählt. Man hat die Wahl zwischen einer privaten Renten- bzw. Pensionsversicherung, einer kapitalbildenden Lebensversicherung, einer Erlebensversicherung oder fondsgebundenen Formen der Zukunftsvorsorge. Man rät uns dringlich zu staatlich geförderter Altersabsicherung. Wir brauchen eine privat erwirtschaftete Zusatzpension, um unseren Lebensstandard im Alter nicht absenken zu müssen. Mit der klassischen Pensions-Versicherung liegt man meistens richtig. Leider kann sie sich nicht jeder leisten, vor allem dann nicht, wenn man nicht schon in jungen Jahren Beträge angespart hat. Benachteiligt sind auch jene, die zu wenig verdienen, um eine Altersabsicherung leisten zu können. Ab einem gewissen Alter lohnt es sich nicht mehr, eine staatlich geförderte Rentenversicherung abzuschließen. Dass man auch in Österreich zukünftig deutlich mehr Eigenvorsorge betreiben muss, ist unstrittig. Steigende Lebenserwartung, längere Rentenzeit, höhere Arbeitslosigkeit und steigende medizinische Kosten machen Anpassungen und Veränderungen auf allen Seiten notwendig. Die betriebliche Altersvorsorge stagniert. Staatliche Alterssicherung wird angesichts dessen eingeschränkt, private Vorsorge umso wichtiger.

Wozu eine private Pensionsvorsorge?

Die Basisversorgung über eine private Pensions-Versicherung macht gleich in mehrfacher Hinsicht Sinn. Man kann damit nicht nur private Vorsorge für die Zeit nach der Berufstätigkeit betreiben, sondern auch Ersparnisse erwirtschaften. Man hat eine zusätzliche Sicherheit für Darlehen und Bankkredite. Die eingezahlten Prämien der Zusatzpension sind sicher angelegt. Das Pensionskapital oder die ausbezahlte Zusatzrente sind garantiert. Mit einer privaten Pensionsversicherung erhält man außerdem Gewinnanteile bzw. Zinsen. Man hat die Wahl zwischen einer Kapitalauszahlung - beispielsweise bei schwerer Erkrankung vor Versicherungsablauf - oder einer regelmäßigen Rentenzahlung. Zu beachten sind aber die jeweils relevanten steuerlichen Konditionen. Ob man eine lebenslange oder nur auf eine gewisse Zeit festgelegte zusätzliche Rentenzahlung ausmacht, ist verschieden. Eine weitere Variationsmöglichkeit ergibt sich durch den Umstand, dass Sie einen Teil der angesparten Summe auf einen Schlag auszahlen lassen können und den Rest als monatliche Zusatzpension nutzen können.

Versicherungsdauer der Zukunftsvorsorge

Sollten Sie vor Ablauf der Versicherungsdauer versterben, wird die Prämienauszahlung minus der Versicherungssteuer und anderer Kosten an die im Vertrag benannten Personen ausbezahlt. Wer rechtzeitig eine Versicherung mit staatlicher Förderung abschließt, profitiert zusätzlich noch von Einzahlungen, die der Staat leistet. Versterben Sie erst nach einer bereits begonnenen Rentenauszahlung, können die im Versicherungsvertrag benannten Bezugsberechtigten das Kapital ausbezahlt bekommen. Es wird aber um jene Beträge gemindert, die bereits ausgezahlt wurden. Zehn bis 15 Jahre sollte eine staatlich geförderte Pensionsvorsorge schon laufen. Wer seine staatlich geförderten Altersvorsorge-Maßnahmen zu spät einsetzen lässt, sieht am Ende in die Röhre, sofern er keine sinnvollen Ersatzmaßnahmen trifft. Von einer monatlichen Prämienzahlung ist abzuraten, weil man dann Pensionsgelder verschenkt. Zahlt man für das ganze Jahr im Voraus, ist dies günstiger. Für die private Rentenabsicherng ist das gesetzliche Rentenalter prinzipiell unerheblich. Trotzdem wird man als Versicherungsnehmer in der Regel den Versicherungsvertrag so abschließen, dass er zum Renteneintritt fällig wird. In neueren Verträgen kann man bereits ein "Pensionsbridging" nutzen. Man kann den Zeitraum bis zur staatlichen Rente damit überbrücken oder den Vertrag auflösen und die bis dahin angesparte Summe vor dem eigentlichen Rentenalter ausbezahlt zu bekommen. Welche Form der Zukunftsvorsorge jeweils sinnvoll ist, muss jeder selbst prüfen. Frühzeitige und fachkundige Beratung unabhängiger Stellen ist manchmal Gold wert. Das Thema Pensionsvorsorge ist zu wichtig, als dass man leichtfertig oder nachlässig damit umgeht.

Wann eine Pensionsversicherung abschließen?

Das Alter zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr ist das ideale Alter, um an die Altersvorsorge zu denken. Es ist aber auch genau das Alter, indem man daran am wenigsten denkt. Das ist allerdings kontraproduktiv. Denn: Je früher man beginnt, Kapital für das Alter anzusparen, desto länger ist die Vertragslaufzeit, desto höher sind die Zinsgewinne und desto höher fällt die Zusatzrente bei einigermaßen kleinen Beitragszahlungen aus. Zudem ist diese Form der Altersabsicherung absolut sicher. Der Staat hat keinen Zugriff auf Ihre private Rente. Zwar sind die Renditen bei anderen Anlageformen höher, die Risiken aber leider auch. In heutiger Zeit sind konservative, aber sichere Anlagen eher zu empfehlen. Statt nur einen privaten Versicherungsvertrag abzuschließen, wählen manche Bürger, zu verschiedenen Zeiten ihres Berufslebens mehrere kleinere Rentenverträge abzuschließen. So können sie die Prämienzahlung mit steigendem Gehalt um eine weitere Vorsorgemaßnahme ergänzen. Wie viel Flexibilität und Absicherung Sie wünschen, ist eine genaue Überlegung wert.
 
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